Umzug der Technik von der Herzo Media ins alte Wasserwerk—Glasfaserkabel erleichtert die Arbeit
Lediglich ein Computer, der „Router“ (ein kleines schwarzes Kästchen) und ein paar Kabel mussten ins alte Wasserwerk geschafft werden. Doch dieser Umzug erleichtert den Machern von HerzoTV ihre Arbeit enorm, haben sie nun doch Redaktion und Technik unter einem Dach. „Bisher war es immer ein großer Aufwand, unser Programm auf Sendung zu bekommen“, sagt Dirk Ehl vom Technik-Team.
Paul Hermann (links) und Dirk Ehl von Herzo TV installieren die Technik nach ihrem Umzug ins Wasserwerk
Der Grund: Das Fernseh-Signal von Herzo TV muss natürlich ins Kabelnetz eingespeist werden. Der entsprechende Computer stand aber inden Technik-Gemächern der Herzo Media. Für die Fernsehleute hieß das, immer Termine vereinbaren zu müssen, um an den Computer zu gelangen. Freilich ging das auch nur zu den Öffnungszeiten der Herzo Media. „Bei einer technischen Störung oder wenn wir am Programm noch etwas ändern wollten, ging außerhalb der Öffnungszeiten nichts“, so Ehl. Und auch die Einspeisung des monatlichen Programms mit 50 Gigabyte sei immer sehr aufwändig, weil langwierig gewesen.
Das wird sich jetzt ändern. „Wir haben unseren Server, also den Computer, endlich im eigenen Haus im alten Wasserwerk und können ihn mit unserem Produktionssystem vernetzen“, freut sich Ehl. „Jetzt können wir unmittelbar auf alle Eventualitäten reagieren.“
Großer Wunsch
Eine Glasfaserleitung von der Herzo Media zum Wasserwerk macht‘s möglich. „Herzo Media hat ohnehin gerade Leitungsarbeiten durchgeführt und uns diese Anbindung, die ein großer Wunsch von uns gewesen ist, ermöglicht“, sagt Dieter Ehl. Auch die Kosten habe Herzo Media dankenswerterweise übernommen. Denn die Macher von HerzoTV arbeiten ja alle ehrenamtlich. Etwa 40 Aktive zählt man derzeit. „Wir freuen uns aber über jeden neuen Mitarbeiter“, wirbt Ehl für sein Team. Vor allem Jugendliche - auch ohne Vorkenntnisse -seien gern gesehen; aber natürlich auch andere interessierte Personen jeden Alters.
Momentan Notprogramm
Jetzt muss erst einmal die umgezogene Technik installiert werden, inklusive der neu angeschafften „Umset- zer“, die die Fernsehsignale für das Glasfaserkabel umwandeln. Das wird ein bisschen dauern, sodass momentan auf Herzo TV nur eine Art „Notprogramm“ läuft, wie Ehl erklärt. „Aber zum Jahreswechsel funktioniert wieder alles“, ist Dieter Ehl zuversichtlich.
Nordbayerische Nachrichten vom 30.12.2009 |